Eine 08/16-Weihnachtsgeschichte

" Und, plötzlich hat man Zeit und Raum für einen menschlich bedeutsamen Moment! "
 

Guido Zutter

USGZ

Am 17. November 2014 kam der an Krebs erkrankte Peter Schär nach Brügg und besuchte die Biella Schweiz AG und die in deren Räumlichkeiten eingemietete Multiple Dimensions AG. Es ist ohne Bedeutung wer hier wie zu ihm steht, doch waren es alles Menschen, die auf irgendeine Art und Weise mit seinem Lebensweg verbunden sind, die er selbst Freunde und Weggefährten nennt, alle vereint an einem Ort.

Herzliche Begegnungen mit Anita Sütterlin, Andrea Schlüssel, Guido Zutter, Franziska Flükiger, Roland Küpfer und Hanspeter Kurzen:
PS1 PS2 PS3
PS4

         

          " Wir können jeden Tag eine  
            Weihnachtsgeschichte schreiben.
            Jeder Tag kann zum Weihnachtstag
            werden. "

            Franziska Flükiger

           PS5

" Viele Menschen treten in dein Leben ……
  …… aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.“


An Weihnachten verteilt man Geschenke. Schön eingepackt in glitzerndes Papier, hübsch gebunden mit einer goldenen Schleife. Ja genau, so gehört es sich, so ist es Tradition.

Jedes Jahr kommt sie wieder, die Frage: Was um Gottes Willen soll ich schenken? Für Mama vielleicht ein neues Pfannenset, so oft wie sie die Milch anbrennen lässt. Ach nein! Ich hab’s: einen Wellness-Gutschein und ein gutes Buch und dazu vielleicht noch ein paar flauschige Kuschelsocken. Sie soll ja auch einmal ihre Füsse hochlagern können. Sie tut doch immer so viel für uns. Und für Papa? Das neuste Magnetic-Driver-Set, der letzte Schrei unter den Hobbyhandwerkern, ja, das passt. Die Grosseltern? Die haben am liebsten etwas selbst Gebasteltes von den Kindern. Das ist immer so „härzig“ sagen sie und sind ganz verzückt, selbst wenn am Bilderrahmen nur noch die Hälfte der aufgeklebten Sternchen wirklich auch noch kleben.

Wie oft schenken wir etwas, damit wir etwas geschenkt haben? Wie oft zermartern wir uns das Hirn, laufen in letzter Sekunde hektisch durch die Weihnachts-Spezial-Angebote und entscheiden uns völlig unter Stress für ein Geschenk, das wir gar nicht so toll finden? Hauptsache aber ist, an Weihnachten liegt es unter dem Baum: Schön eingepackt in glitzerndes Papier, hübsch gebunden mit einer goldenen Schleife.

Wirklich die Hauptsache? Das wahrhaft Wertvolle jedoch hat kein Preisschild und gibt es nirgends zu kaufen. Es sind Geschenke die wir als Menschen andern Menschen machen: Zeit, Freundschaft, Liebe, Begegnungen, Aufmerksamkeit, einen Blick, ein liebes Wort, einen Händedruck, Verständnis, ein Lächeln, Unterstützung; oder einfach nur stilles Da-Sein. Menschlichkeit schenken. Wer sie schon erfahren hat, erkennt ihren Wert. Helene Fischer bringt dies in ihrer Interpretation zum „Ave Maria“ schön zum Ausdruck:

Ave Maria, heut sind so viele ganz allein.
Es gibt auf der Welt so viele Tränen
und Nächte voller Einsamkeit.
Und jeder wünscht sich einen Traum voller Zärtlichkeit.
Und manchmal reichen ein paar Worte
um nicht mehr so allein zu sein.
Aus fremden Menschen werden Freunde
und grosse Sorgen werden klein.

Ave Maria, weit ist die Reise durch die Nacht.
Es gibt so viel Wege zu den Sternen
und jeder sucht eine Hand die ihn hält.
Vielleicht ist jemand so traurig wie Du
komm und geh auf ihn zu.
Verschliess heut Nacht nicht Deine Türe
und öffne heut Dein Herz ganz weit.
Und lass den andern Wärme spüren
in dieser kalten Jahreszeit.


Lieber Peter

Wir bewundern deinen eisernen Willen und deinen unermüdlichen Kampfgeist, den du für deinen Besuch bei uns in Brügg aufgebracht hast. Du warst schon immer ein Mann der ambitionierten Ziele, hast nie die Hoffnung aufgegeben, immer nach neuen Möglichkeiten gesucht. Bei unserer ersten Begegnung sagtest du: „Wir gehen für unsere Kunden die Extra-Meile“. Die bist du heute für uns wahrhaftig und beeindruckend gegangen. Unsere Hochachtung dafür Peter! Manch einer hätte sich längst fallen gelassen. Du hättest wahrlich genug Gründe gefunden, weshalb dein Besuch in Brügg nicht möglich ist. Aber du hast auch schon in deiner Arbeit immer das Machbare und Mögliche gesehen, neue Wege gesucht, gefunden und bist sie gegangen. Selbst in deiner Situation, wo andere den Kopf hängen lassen und aufgeben würden, siehst du Positives, Interessantes, Spannendes. Du bist uns Vorbild und wir können vor dir nur den Hut ziehen, Peter.

Du hast dir damit selber ein grosses Geschenk gemacht, aber auch uns. Danke durften wir dir Ziel und Motivation sein, danke durften wir dir Aufmerksamkeit und Zeit schenken. Danke durften wir dir zeigen, dass du uns ein wertvoller Mensch bist. Du hast Spuren hinterlassen; Spuren in unseren Herzen.

Im Namen von Guido, Andrea, Anita, Hanspeter und Roland sage ich dir von Herzen ……

……. DANKE!

Fränzi
PS6